Marcel Beyer erhält Josef - Breitbach - Preis 2008
Der in Dresden lebende Schriftsteller und Lyriker Marcel Beyer erhält den mit 50.000 Euro dotierten "Josef - Breitbach - Preis" für sein bisheriges Gesamtwerk. Dieser Preis wird seit 1998 gemeinsam von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und der Stiftung Josef Breitbach in Vaduz jährlich verliehen. Möglich wäre auch eine Teilung des Preises zwischen mehreren Autoren. Stifter des Preises war 1977 der im Jahre 1980 verstorbene Schriftsteller Josef Breitbach. Er hatte die Stiftung in seinem Testament festgelegt. Die Jury begründete die Vergabe an Marcel Beyer, der die Nachfolge von Autoren wie F.C. Delius, Herta Müller, Christoph Mecke oder W.G. Sebald antritt, ausführlich : »Die Jury ehrt den Lyriker und Romancier Marcel Beyer für seine sprachlich versierte und psychologisch komplexe Auseinandersetzung mit den langen Schatten der deutschen Vergangenheit. Er hat das Verhältnis von Erinnerung und Erfindung, Verschweigen und Vergessen in immer neuen Versuchsanordnungen ästhetisch ausgelotet und die große Geschichte im Spiegel individueller Schicksale reflektiert. Recherche, Analyse und Fiktion gehen in seinen Büchern eine subtil komponierte und atmosphärisch dichte Verbindung ein, wobei die literarische Rekonstruktion der Vergangenheit die Bedingungen des Erinnerns immer mitreflektiert. Beyers Romane sind poetische Resonanzräume für die Stimmen der Toten; imaginäre Raumerweiterungen, deren Präzision und Musikalität stets dem Klangbewußtsein und der sprachlichen Ökonomie des Lyrikers geschuldet sind.«
Marcel Beyer wurde 1965 in Taiflingen in Baden - Württemberg geboren und wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte später Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaften an der Universität von Siegen. Seine magisterarbeit beschäftigte sich mit der Lyrikerin und Autorin Friederike Mayröcker, für deren Werkausgabe aus dem Jahr 2001 er auch als Herausgeber verantwortlich war. Er arbeitete als Lektor für die Literaturzeitschrift "Konzepte" und schrieb für die Musikzeitschrift "Spex". 1190 erschien sein erster Lyrikband "Walkmännin, ein Jahr später sein erster Roman "Das Menschenfleisch". 1995 folgte der Roman "Flughunde", 2000 der Roman "Spione". Im Jahr 2003 erschien mit Nonfiction ein Band mit Essays. Zuletzt erschien 2008 sein neuester Roman "Kaltenburg". Marcel Beyer wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem 1991 den Ernst - Willner - Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, den Berliner Literaturpreis, den Uwe - Johnson - Preis oder 2006 den Erich - Fried - Preis.
Marcel Beyer wurde 1965 in Taiflingen in Baden - Württemberg geboren und wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte später Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaften an der Universität von Siegen. Seine magisterarbeit beschäftigte sich mit der Lyrikerin und Autorin Friederike Mayröcker, für deren Werkausgabe aus dem Jahr 2001 er auch als Herausgeber verantwortlich war. Er arbeitete als Lektor für die Literaturzeitschrift "Konzepte" und schrieb für die Musikzeitschrift "Spex". 1190 erschien sein erster Lyrikband "Walkmännin, ein Jahr später sein erster Roman "Das Menschenfleisch". 1995 folgte der Roman "Flughunde", 2000 der Roman "Spione". Im Jahr 2003 erschien mit Nonfiction ein Band mit Essays. Zuletzt erschien 2008 sein neuester Roman "Kaltenburg". Marcel Beyer wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem 1991 den Ernst - Willner - Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, den Berliner Literaturpreis, den Uwe - Johnson - Preis oder 2006 den Erich - Fried - Preis.
tinius - 1. Jul, 14:39













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