Ulrich Peltzer erhält den Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung
Den Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung, dotiert mit 30.000 Euro und verbunden mit der "Heiner - Müller - Dozentur" für Poetik an der Freien Universität Berlin, wird in diesem Jahr an den in Krefeld geborenen und in Berlin lebenden Autor Ulrich Peltzer vergeben. Anliegen des Berliner Literaturpreises ist es, Schriftsteller auszuzeichnen, die mit ihrem Werk einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur geleistet haben. der 1956 geborene Peltzer, der zunächst Philosophie und Psychologie studiert hatte, hat mit nur fünf Prosabänden ein recht schmales Werk veröffentlicht, zu dem unter anderem die Romane "Stefan Martinez", "Alle oder keiner" und die Novelle "Bryant Park" gehören, wiederholt jedoch wichtige Literaturpreise erhalten. Die Jury, der unter anderem Sigrid Löffler und Gert Mattenklott angehörten, würdigte, daß Peltzer präzise beobachtete und prägnante Metropolengeschichten verfasst habe. In diesen - zuletzt erschien im Ammann Verlag der Roman "Teil der Lösung" - setzt er sich immer wieder mit dem Spannungsfeld medialer Realität und alltäglicher Wirklichkeitserfahrung auseinander. So erkundet er die Möglichkeiten des politischen Protests, des individuellen Widerstands in einer überwachten und durch Medien beeinflussten Welt. Seine Protagonisten sind nicht selten selbst in den Medien tätig (gewesen). Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Ilija Trojanow, Herta Müller und Durs Grünberg. Verliehen wird der Preis im April durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin und Ratsvorsitzenden der Stiftung Preußische Seehandlung Klaus Wowereit.
tinius - 28. Mrz, 15:21







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