Stephen Marlowe verstorben
Der us - amerikanische Autor Stephen Marlowe ist im Alter von 79 Jahren in Williamsburg, Virginia, verstorben. Er war als Milton Lesser 1928 in Brooklyn, New York, geboren worden. Nach einem College - Abschluß im Fach Philosophie begann er in den fünfziger Jahren, Science Fiction - Geschichten zu schreiben. Ende der fünfziger Jahre ließ er seinen Namen in Stephen Marlowe ändern, eines vieler Pseudonyme, unter denen er schrieb. Unter anderem veröffentlichte er unter den Pseudonymen Andrew Frazer, Darius John Granger, C. H. Thames, Stephen Wilder, Jason Ridgway und Adam Chase. Zudem gesellte er sich der Reihe von Ghostwritern hinzu, die unter dem Namen "Ellery Queen" veröffentlichten. Am bekanntesten wurde Marlowe durch seine Detektivfigur Chester Drum, die seit Mitte der fünfziger Jahre seine Romane, eine Mischung aus Hardboiled - Kriminalroman und Spionageroman, prägte. Zu seinen in Deutschland veröffentlichten Kriminalromanen gehörten "Mord an einem Toten", "Mord gefällig ?" und "Leiche in bester Gesellschaft", die alle 1969 bzw. 1970 erschienen. Marlowe lebte lange im europäischen Ausland, und so ist es nicht verwunderlich, daß seine Figur Chester Drum eine Art Globetrotter war. In den letzten Jahrzehnten wandte sich Stephen Marlowe historischen und historisch - biographischen Romanen zu, die meist europäische Themen behandelten. so verfasste er "Ritter des Zufalls - Tod und Leben des Miguel de Cervantes" und "Die Memoiren des Christoph Columbus", aber auch "The Lighthouse at the End of the World" über den amerikanischen Dichter und Schriftsteller Edgar Allan Poe. 1988 wurde er mit dem "Prix Gutenberg du livre" ausgezeichnet, 1997 erhielt er eine Auszeichnung für sein Lebenswerk von den "Private Eye Writers of America". Derzeit sind deutsche Übersetzungen seiner Bücher allenfalls gebraucht erhältlich.
tinius - 26. Feb, 22:33













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