Ruth Prawer Jhabvala : Die Liebesheirat
Amrita, eine zwanzigjährige Ansagerin beim Rundfunk in Neu Delhi liebt ihren Kollegen Hari, einen verträumten, liebenswürdigen jungen Mann, der allerdings aus einer niedrigeren sozialen Schicht stammt als sie selbst. Dies ruft ihre gesamte Familie auf den Plan, die mit allen Mitteln versuchen, eine Verbindung der beiden zu verhindern. Denn Amritas Familie ist wohlhabend und hängt einem eher westlichen Lebensstil an. Aber auch Haris Familie ist von der drohenden Ehe alles andere als begeistert, denn eben dieser Lebensstil hat nichts mit ihren eigenen, eher bodenständigen Werten zu tun. So plant Amritas Großvater, der Patriarch der Familie und ehemaliger Richter am von den Briten geschaffenen Obersten Gericht, Amrita zu Studien nach England zu schicken, während ihre Mutter versucht, eine Ehe mit einem wohlhabenden jungen Mann einzufädeln. Und Haris Familie hat ebenfalls eine passende Braut ins Auge gefasst.
Der im Jahre 1956 angesiedelte Roman beleuchtet die Rolle der Frau in der indischen Gesellschaft. Zwar hat sich die Gesetzgebung unter dem Einfluß der britischen Kolonialherrschaft und der Unabhängigkeitsbewegung zugunsten der Frauen geändert, zwar werden Bekenntnisse zur Emanzipation der Frau, zur Möglichkeit der Berufsausübung und der freien Gattenwahl bereitwillig geäußert, doch werden sie alsbald als Lippenbekenntnisse entlarvt. Die Autorin hat es jedoch verstanden, ihr Anliegen und die Schilderung der sozialen Realität in einer unterhaltsamen, bisweilen satirischen Geschichte zu gestalten, die dem Leser eine kurzweilige Lektüre gewährleistet.
Weitere Rezensionen :
Hitze und Staub
Der im Jahre 1956 angesiedelte Roman beleuchtet die Rolle der Frau in der indischen Gesellschaft. Zwar hat sich die Gesetzgebung unter dem Einfluß der britischen Kolonialherrschaft und der Unabhängigkeitsbewegung zugunsten der Frauen geändert, zwar werden Bekenntnisse zur Emanzipation der Frau, zur Möglichkeit der Berufsausübung und der freien Gattenwahl bereitwillig geäußert, doch werden sie alsbald als Lippenbekenntnisse entlarvt. Die Autorin hat es jedoch verstanden, ihr Anliegen und die Schilderung der sozialen Realität in einer unterhaltsamen, bisweilen satirischen Geschichte zu gestalten, die dem Leser eine kurzweilige Lektüre gewährleistet.
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Hitze und Staub
tinius - 11. Aug, 02:29












