Abraham B. Jehoschua : Die Rückkehr aus Indien
Benjamin Rubin, Assistenzarzt in der chirugischen Abteilung eines Tel Aviver Krankenhauses, wird gedrängt, den Verwaltungsdirektor Lasar, und dessen Frau nach Indien zu begleiten, da deren Tochter Enati schwer erkrankt ist und nach Israel zurückgebracht werden soll. Gelegentliche Ausflüge an die Ufer des Ganges, in die Innenstädte und Tempel der Reise - Etappenziele faszinieren ihn. Benjamin verliebt sich in die Ehefrau Dori, die ihm zunächst eher suspekt war, beinahe 20 Jahre älter als er, unfähig allein zu sein und manchmal eher allzu anspruchsvoll.
Zurück in Israel beginnt er, Fäden zu spinnen, um ihre häufige Gegenwart zu sichern, und ihm gelingt es, mit ihr eine Affäre zu beginnen. Eine Trennung von ihrem Ehemann kommt alerdings für Dori nicht in Frage. So heiratet Benjamin Michaela, eine Freundin Enatis, die einst die Nachricht der Erkrankung nach Israel gebracht hatte. Michaela ist eine selbstbewußte Frau, offen, ehrlich, die sich mit der Kultur und Religion Indiens so stark auseinandersetzt, daß sie es sich ausbedingt, jederzeit wieder nach Indien aufbrechen zu können. Die bald darauf geborene Tochter wird Shiva genannt. Benjamin, dessen eigentliche Liebe Dori ist, setzt die heimlichen Treffen mit ihr fort, bis eines Tages Lasar nach einer Bypass - Operation verstirbt....
Die Ich - Erzählung aus der Sicht des Protagonisten Benjamin ist eher gemächlich - behäbig und stellt den Leser manchmal auf eine Geduldsprobe. Inwieweit dies der Übersetzerin geschuldet ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Psychologie dieser Liebesgeschichte ist jedoch stimmig, auch die ausflüge in hinduistische oder buddhistische Religion runden das Gesamtbild ab. Daß einem die Hauptperson zunehmend etwas fragwürdiger erscheint, mag nicht unbeabsichtigt sein.
Zurück in Israel beginnt er, Fäden zu spinnen, um ihre häufige Gegenwart zu sichern, und ihm gelingt es, mit ihr eine Affäre zu beginnen. Eine Trennung von ihrem Ehemann kommt alerdings für Dori nicht in Frage. So heiratet Benjamin Michaela, eine Freundin Enatis, die einst die Nachricht der Erkrankung nach Israel gebracht hatte. Michaela ist eine selbstbewußte Frau, offen, ehrlich, die sich mit der Kultur und Religion Indiens so stark auseinandersetzt, daß sie es sich ausbedingt, jederzeit wieder nach Indien aufbrechen zu können. Die bald darauf geborene Tochter wird Shiva genannt. Benjamin, dessen eigentliche Liebe Dori ist, setzt die heimlichen Treffen mit ihr fort, bis eines Tages Lasar nach einer Bypass - Operation verstirbt....
Die Ich - Erzählung aus der Sicht des Protagonisten Benjamin ist eher gemächlich - behäbig und stellt den Leser manchmal auf eine Geduldsprobe. Inwieweit dies der Übersetzerin geschuldet ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Psychologie dieser Liebesgeschichte ist jedoch stimmig, auch die ausflüge in hinduistische oder buddhistische Religion runden das Gesamtbild ab. Daß einem die Hauptperson zunehmend etwas fragwürdiger erscheint, mag nicht unbeabsichtigt sein.
tinius - 11. Aug, 01:43












