Rohinton Mistry : Das Gleichgewicht der Welt
Ort der Handlung ist Bombay zur Zeit der Herrschaft Indira Gandhis, als sie, des Wahlbetrugs verdächtigt, mithilfe von Notstandsgesetzen Opposition und Gewerkschaften entmachtet und eine de facto Diktatur errichtet hatte. Der Autor verfolgt das Leben mehrerer Personen unterschiedlicher gesellschaftlicher Stellung, zumeist einfacher und armer Leute. Hauptpersonen sind zum einen eine Kleinunternehmerin, Dina, die nach dem Tod ihres Mannes für eine Textilfabrik Kleider herstellt, um nicht im Haushalt ihres Bruders leben zu müssen, zwei Schneider aus der Kaste der Unberührbaren, die vom Dorf kommend, in den Slums und den Straßen der Großstadt ihr Leben zu fristen versuchen, und ein Student, Sohn eines verarmenden Händlers im Norden Indiens, der bei der Unternehmerin untergekommen ist. Diese so unterschiedlichen Leute treffen aufeinander, beginnen miteinander umzugehen und später auch miteinander zu leben, immmer am Rande des Existenzminimums, sodaß sie ein zerbrechliches Gleichgewicht im Umgang miteinander erreichen, immer wieder bedroht von politischem und wirtschaftlichen Druck wie Massensterilisation und Vernichtung der Slumbehausungen.
Der Autor entwirft ein farbiges und lebendiges Bild der indischen Gesellschaft, vor allem der unteren Schichten und der kleinen Mittelstandsbürger, und vermittelt auch dem Leser Sympathie mit der Mehrzahl seiner Figuren. Und mit 862 Seiten ist dieser Roman ein fesselnder Schmöker mit (informativem) Mehrwert.
Der Autor entwirft ein farbiges und lebendiges Bild der indischen Gesellschaft, vor allem der unteren Schichten und der kleinen Mittelstandsbürger, und vermittelt auch dem Leser Sympathie mit der Mehrzahl seiner Figuren. Und mit 862 Seiten ist dieser Roman ein fesselnder Schmöker mit (informativem) Mehrwert.
tinius - 11. Aug, 00:33








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