Jonathan Franzen : Die 27ste Stadt
In den achtziger Jahren liegt St. Louis an der siebenundzwanzigsten Stelle der bedeutendsten Städte der USA. Die Heirat eines Industriellen mit einer indischen Prinzessin hat ungeahnte Folgen. Denn kurz darauf wird der Posten des Polizeichefs von einer Inderin mit amerikanischem Pass besetzt. Sie sorgt anscheinend dafür, daß die Stadt sicherer wird. Von allen dafür gelobt, entwickelt sie fast unbemerkt politische und finanzielle Ambitionen und greift dabei auch auf recht kriminelle Methoden zurück. So gerät die Familie des Bauunternehmers Martin Probst, der einer der einflußreichsten Menschen der Stadt ist, in ihr Visier. Abhören, die Tötung des Familienhundes und Versuche, ihm Tochter und Frau zu entfremden, sind Maßnahmen, die ihn dazu bringen sollen, ihre Pläne zu unterstützen. Und das scheint Erfolg zu haben....
Der Roman ist für mich ein gutes Buch, auch wenn mir die Verschwörungsgeschichte etwas zu weit hergeholt scheint. Allerdings ist sie auch ein Vehikel, die Folgen der Globalisierung auf amerikanische Städte und die Pervertierung des amerikanischen Traums parabelhaft zu verdeutlichen. Im wirklichen Mittelpunkt sehe ich aber Martin Probst und seine Familie, das zum Teil nur oberflächliche Miteinander, das in einer Krise recht bald zerbricht. Erst sehr spät im Roman bekommt Susan Jammu, die Polizeichefin ein eigenes persönliches Gesicht und wird von einer abstrakten Bedrohung zu einer doch realen Person, was dem Roman letztlich guttut und ihm dann doch meine Wertschätzung rettet.
Weitere Rezensionen :
Anleitung zum Einsamsein
Schweres Beben
Der Roman ist für mich ein gutes Buch, auch wenn mir die Verschwörungsgeschichte etwas zu weit hergeholt scheint. Allerdings ist sie auch ein Vehikel, die Folgen der Globalisierung auf amerikanische Städte und die Pervertierung des amerikanischen Traums parabelhaft zu verdeutlichen. Im wirklichen Mittelpunkt sehe ich aber Martin Probst und seine Familie, das zum Teil nur oberflächliche Miteinander, das in einer Krise recht bald zerbricht. Erst sehr spät im Roman bekommt Susan Jammu, die Polizeichefin ein eigenes persönliches Gesicht und wird von einer abstrakten Bedrohung zu einer doch realen Person, was dem Roman letztlich guttut und ihm dann doch meine Wertschätzung rettet.
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Schweres Beben
tinius - 10. Aug, 23:58








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